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Skulptur "Hase"

von Jürgen Goertz

Seit 1984 ist der Tiergärtnertorplatz um eine Skulptur reicher. Das von Jürgen Goertz geschaffene Kunstwerk „Der Hase“ in Anlehnung an Dürers weltberühmten Feldhasen. Doch mit diesem hat er nicht allzu viel gemein. Während Dürer seinen Hasen darstellt wie die Natur ihn schuf, erinnert die Bronzeskulptur von Goertz doch eher an etwas „monsterartiges“. Geschaffen mit den Augen des modernen Künstlers prägte Jürgen Goertz seine Kunst mit dem fränkischen Humor.

 

Wenn ihr den Hasen seht, solltet ihr gezielt hin gehen, um an seinem goldenen Schwanz zu rubbeln. Den das soll laut einem osteuropäischen Reiseführer nämlich Glück bringen. Ob das wirklich stimmt, solltet Ihr selber ausprobieren!

Zuerst wirkt der Hase wie der typische Feldhase, doch wer einen zweiten Blick auf die Skulptur wirft dem fällt auf, er ist um einiges makabrer als ein knuffiger Feldhase. Die Darstellung lässt den Hasen mit samt der Jungen aus einer Kiste herausbrechen, während unter der vorderen Pfote eindeutig ein menschlicher Fuß hervorragt. Wer genauer hinsieht erkennt, dass vor der dem Maul des Tieres Nägel liegen, die er sozusagen frisst. Mit der speziellen Darstellung des Hasen wollte er wohl ausdrücken, das kaum noch Leute wissen, was Dürer ursprünglich mit seiner Kunst ausdrücken wollte. Goertz kritisierte, dass der wohl berühmteste Künstler Nürnbergs verkommerzialisiert wurde. Was genau der Erschaffer der Hasenskulptur jedoch damit ausdrücken wollte hat er nie konkret beschrieben. Daher gibt es nur viele Deutungen. In der Stadt war es damals jedenfalls ein Aufschrei als der Hase 1984 aufgestellt wurde, weil es keinem gefallen hat.