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© Florian Trykowski 

Gärten rund um die Kaiserburg

Die Oasen der Ruhe

Im Laufe der Jahrhunderte wird über viele Gartenanlagen rund um die Kaiserburg Nürnberg berichtet, die aber leider allesamt nicht mehr erhalten sind. So zeigt bereits die älteste Darstellung der Kaiserburg von 1425 einen Baumgarten mit einem geflochtenen Zaun. Kaiser Friedrich III. (1440-1493) ließ auf der Südseite des Palas sogenannte "Hängende Gärten" anlegen, die auf Pfeilern ruhten und Wein, Blumen und kleine Obstbäume trugen.

Auch heute gibt es rund um die Kaiserburg Gartenanlagen – ganz unterschiedlich in ihrer Art – in denen man mitten in der Altstadt viel Ruhe finden kann! Sie zählen zu den absoluten Geheimtipps in Nürnberg. Achtung: Die Gärten haben von April bis Oktober geöffnet und sind während des Winters geschlossen.

Der Burggarten

Der bekannteren Burggarten befindet sich auf der oberen und unteren Bastei der Kaiserburg. Von der Kaiserstallung – in der sich heute die Jugendherberge befindet – kommend, spaziert man links vom mächtigen Fünfeckturm durch ein kleines Tor auf die obere Bastei und in den Rosengarten. Das Blütenmeer in den steingefassten Karrees lädt vor allem im Sommer zum Durchatmen und Verweilen ein. Wer durch die herrschaftlichen Gartenanlagen schlendert, wird bald bemerken, dass die Ruhe lediglich von zwitschernde Vögel unterbrochen wird.

Ein bequemer Weg führt zum Südteil des Gartens auf die untere Bastion. Dieser ist geprägt von kunstvoll angelegten Baumrondellen, die wie ein Barockgarten anmuten. Viele Bänke am Wegesrand bieten Platz zum Ausruhen und Verweilen – ein beliebter Treffpunkt für viele junge NürnbergerInnen um den Feierabend zu genießen!

Der Bürgermeistergarten

Der versteckte Bürgermeistergarten ist selbst bei viele Nürnberger kaum bekannt. Im Gegensatz zu den herrschaftlichen Gärten auf der Bastei wirkt er märchenhaft und sogar ein wenig verwunschen. Steinerne Tore und Treppen, mit Efeu umrahmte Sandsteinfiguren und romantische Bänke säumen den verwinkelten Weg und geben dem Bürgermeistergarten eine ganz eigene Atmosphäre. Vor der Öffnung für die Allgemeinheit 1975 war der Garten dem Nürnberger Stadtoberhaupt vorbehalten – daher auch der Name.

Der Bürgermeistergarten ist von zwei Seiten zugänglich, vom darüber liegenden Burggarten her oder, sozusagen von unten, vom Aufgang neben dem Neutor. Am nördlichen, also oberen Ende des Bürgermeistergartens führt eine Treppe auf den Wehrgang der Burgmauer. Im Übrigen der einzige Ort in Nürnberg, an der die Burgmauer für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Von dort aus eröffnet sich ein wundervoller Blick auf die erhabene Kaiserburg, den Tiergärtnertorplatz, auf das Albrecht-Dürer-Haus und einen Teil der Altstadt mit ihren engen Gassen. Beim Blick auf die Fachwerkhäuser der Altstadt kann man sich gut vorstellen, wie das mittelalterliche Nürnberg ausgesehen haben muss.